InfoNet Lymphome
Home Sitemap Français   |  Italiano
Über Lymphome


Prinzipiell wird als Lymphom  eine Schwellung eines Lymphknotens bezeichnet. Solche Schwellungen können aufgrund von Infektionen auftreten (zB. bei einem Abszess oder bei einer Grippe), wie wir alle sie wahrscheinlich schon, zum Beispiel am Hals, gespürt haben.
In der Regel sind solche Schwellungen von Lymphknoten im Rahmen von Infektionen schmerzhaft. Andererseits können die Lymphknoten auch durch ein Wachstum von Zellen im Lymphknoten selbst vergrössert werden. Solche Lymphome sind dann meist nicht schmerzhaft und bleiben über längere Zeit bestehen, unabhängig von einer gleichzeitigen Erkrankung. Hier besteht die Möglichkeit, dass es sich um einen bösartigen Tumor der Lyhmphdrüsen handelt, um ein so genanntes „malignes Lymphom“.
Als maligne Lymphome werden die bösartigen Erkrankungen des lymphatischen Systems bezeichnet. Das lymphatische System besteht aus einer vielzahl verschiedener Zellen, die sich im Knochenmark, im Blut, in der Milz und der Leber und in den Lymphknoten aufhalten. Sie alle dienen der Infektabwehr und machen unser Immunsystem aus. Da sich lymphatisches Gewebe in vielen Regionen des menschlichen Körpers befindet, können maligne Lymphome auch andere Organe wie das Gehirn oder die Leber betreffen. Bei Patienten mit malignen Lymphomen vermehren sich bösartige Lymphzellen auf unkontrollierte Art und Weise.  


Innerhalb der großen "Familie" der malignen Lymphome gibt es zwei Hauptgruppen, die sich dann weiter in verschieden Untergruppen unterteilen lassen. Es sind dies: Der Morbus Hodgkin einerseits und die Non-Hodgkin-Lymphome (NHL) andererseits. Durch feingewebliche Untersuchung (Histologie) von Lymphknoten und Lymphgewebe lassen sich die beiden Krankheitsbilder identifizieren und zuteilen.  


•  Morbus Hodgkin
Der Morbus Hodgkin ist eine bösartige Erkrankung des lymphatischen Systems, die meist lokal in einem Lymphknoten entsteht.Von dort breitet er sich in die benachbarten Lymphknotenregionen aus (zum Beispiel vom Hals in die Achselhöhlen). Beim Morbus Hodgkin unterscheidet man vier unterschiedliche Krankheits-Typen. Die Einteilung wird nach der feingeweblichen Untersuchung vorgenommen und richtet sich danach, welche Zellart im Tumor überwiegt.


•  Non-Hodgkin-Lymphome (NHL)
Non-Hodgkin-Lymphome werden, wie es der Name vermuten lässt, alle Lymphome genannt, die nicht zum Morbus Hodgkin zu zählen sind. Das heißt, es handelt sich um bösartige Erkrankungen des Lymphsystems, bei denen nicht die typischen Hodgkin-Krebszellen nachgewiesen werden können. Ein weiterer Unterschied besteht darin, daß NHL fast überall im Körper entstehen können, während der Morbus Hodgkin zum ganz überwiegenden Teil in den Lymphknoten beginnt.    


Unter den Non-Hodgkin-Lymphomen gibt es eine Vielzahl von Lymphomtypen. Der Grund dafür ist die große Zahl verschiedener Lymph- und Abwehrzellen , aus denen ein bösartiges Lymphom entstehen kann. Sie alle können zu unterschiedlichen Zeitpunkten ihrer Entwicklung ("Reifung") entarten und zu einer Krebserkrankung führen.

Disclaimer   Seite drucken   Weiterempfehlen
Nach oben