Die Diagnose Krebs bedeutet für die Betroffenen und ihre Angehörigen eine einschneidende Veränderung in ihrem Leben. Meist trifft eine solche Diagnose völlig unerwartet ein, und in einem ersten Moment drehen sich alle Gedanken nur um diese schwerwiegende Krankheit. "Warum ausgerechnet ich?" ist die oft immer wieder gestellte Frage, die man nicht beantworten kann.
Häufig verspüren die Patienten allgemeine Angst, welche bis hin zur Panik oder körperlichen Beschwerden wie Übelkeit, Durchfall und Herzrasen gehen kann. Die Angst kann aber auch konkret mit der Krebsdiagnose zusammenhängen. Sie haben Angst vor Schmerzen, einer möglichen Invalidität oder vor dem Tod.
Hinzu kommt oft Trauer und Verunsicherung, welche sowohl Patienten als auch Angehörige betreffen kann. Manchmal distanzieren sich nahe stehende Personen, weil sie nur schwer mit der Situation umgehen können. Dies kann für den Betroffenen eine zusätzliche Belastung sein, welche einerseits zu Zorn und Unmut, andererseits zu Schuldgefühlen führt, weil der Patient glaubt, seinem Umfeld zur Last zu fallen. Eine andere mögliche Reaktion auf die Krebsdiagnose ist die Verdrängung, verbunden mit dem Gefühl, dass alles in Ordnung sei und dass man alles bewältigen könne.